Das Kinder- und Jugendheim Paul-Ehrlich-Straße feierte sein 25jähriges Bestehen

Das Kinder- und Jugendheim Paul-Ehrlich-Straße feierte sein 25jähriges Bestehen

Am 31. August 2012 feierte eines unserer Kinder- und Jugendheime mit vielen Gästen das 25jährige Bestehen: die Wohn- und Tagesgruppe Paul- Ehrlich-Straße.

Eingeladen waren alle ehemaligen Kinder, Jugendlichen und deren Familien, aber auch Fachkräfte aus den Jugendämtern, ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Freunde und Förderer der Einrichtung und Nachbarn.

In den 25 Jahren waren in dieser Einrichtung exakt 212 Kinder und Jugendliche untergebracht.

Den Gästen wurde ein umfangreiches Programm für alle Altersstufen geboten. So trat z. B. die Capoeira Gruppe Caruso aus dem Nachbarstadtteil Niederrad auf und zeigte ihr ganzes Können des brasilianischen Kampftanzes. Das Spielmobil Riederwald war vertreten, sowie das Mitmachtheater Galli aus Wiesbaden.

Die Feier begann nachmittags und endete in den späten Abendstunden. Sogar das Wetter spielte mit: Außer einem kleinen und kurzen Nieselregen schien den ganzen Tag die Sonne. Es gab so viel zu erzählen. Viele sahen sich nach vielen, vielen Jahren zum ersten Mal wieder. Die Hausführungen, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten wurden, hatten regen Zulauf und wurden von vielen, die eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung noch nie von innen gesehen hatten, mit großem Interesse und ganz viel positiver Neugier wahrgenommen. Aber auch die Ehemaligen beider Gruppen nutzten die Hausführungen um sich selbst ein Bild vom HEUTE zu machen, es mit dem GESTERN zu vergleichen und ihren Familien zu zeigen … hier habe ich einmal gelebt.

Vieles hat sich, nicht nur in der Pädagogik, sondern auch bei der Ausstattung geändert. Die Zimmer sind anders gestaltet als früher. Die beiden Küchen wurden runderneuert, ebenso die Bäder. Aber eins ist geblieben: Mehrere Ehemalige stellten fest, dass das Wohnzimmer immer noch so aussieht, wie in der Zeit, in der sie in der Gruppe lebten und das ist immerhin zwischen 10 und 15 Jahren her. Der gleiche Schrank, der gleiche Fußbodenbelag, die gleichen Gardinen … und es wurden Fotos gemacht … vor dem Schrank … vor den Gardinen … alleine … mit Partner oder Partnerin … nur das Wohnzimmer. Es war erstaunlich zu erleben, dass sie dies als absolutes Highlight erlebten. Sie fühlten sich gleich wieder zuhause. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren ein bisschen überrascht ob dieser Reaktionen, hatten sie es doch lediglich zeitlich nicht mehr geschafft, das Wohnzimmer renovieren zu lassen, obwohl es dringend erforderlich gewesen wäre.

Alle haben diesen Tag sehr genossen, die alten Geschichten, das Interesse an unserer Arbeit, zu sehen und zu hören, was aus den „Schützlingen“ geworden ist und woran sie sich erinnern. Es bestärkt in dem Gefühl, dass die Arbeit doch bei einigen sehr viel bewirkt hat und es sich lohnt so weiterzumachen.

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